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Klausurtagung 2014 in Loheland - Rhön

Wie schon seit Jahren trafen sie sich wieder, die „Vereinsaktiven“ und wieder in der Rhön. Schon seit Jahren sind wir hier im Tagungshotel Wiesenhaus / Stiftung Loheland bei Fulda an einem Wochenende im Sommer zu Gast um uns weiterzubilden und die Vereinsarbeit voranzutreiben, praktisch und konzeptionell.

Bereits am Freitagnachmittag fand vorab eine Vorstandssitzung statt, bei der auch einige Fach- und Regionalgruppenleiter zu Gast waren, im Anschluss an die Tagung gab es noch ein Treffen der AG Ausbildung, das bis Montag dauerte.

Dieses Jahr standen für unsere Klausur einige im Vorfeld schon heftig diskutierte Punkte auf der Agenda, allem voran die Diskussion um die „Wissenschaftlichkeit“ in unserem Verein, die Visionsentwicklung, die unseren Verein in die Zukunft tragen soll und – ein besonders schwieriges Thema – der Umgang untereinander, um Missverständnisse und Enttäuschungen zu vermeiden.

Ulrich Gläser, Regionalgruppenleiter Südwest und Beisitzer hat sich diesem Thema angenommen, er hatte nämlich im Vorfeld bereits einige „Missverständnisse“ aufgeklärt. Sein Vortrag wurde bereits in Schriftform an alle Fach- und Regionalgruppenleiter und Kooperationspartner weitergeleitet, damit auch die, die nicht in Loheland dabei sein konnten, die Kunde hören. Allein es bleibt zu hoffen, dass dieses Schreiben auch gelesen, besser noch danach gehandelt wird und es nicht  das Schicksal so vieler vergeblich verschickter und deshalb unbeantworteter Mails teilt und in der Ablage „gelesen“ vergessen weiterschlummert. Aber uns, die wir seinen Vortrag gehört haben, bleibt ein Trost: Manchmal ist es tatsächlich die Technik, die Mails im Netz verschwinden lässt … so trocknet manche „er / sie mag mich nicht – Träne“ leichter, die bei Mails ohne Antwort geweint wird.

Eva Martin und Beate Birkigt-Quentin, unsere Vorsitzenden 1 und 2, haben die Klausurtagung perfekt vorbereitet und erstklassige Vortragende begeistern können, die Veranstaltung zu bereichern und so ganz nebenbei auch noch ein wunderschönes Abendevent für Samstag organisiert, das uns wirklich überraschte und bezauberte.

Zauber, Magie – das führt auch gleich zum Freitagabendvortrag „Radiaesthesie im Spannungsfeld zwischen Parawissenschaft und Wissenschaft“. Prof. Dr. Armin Bechmann, Begründer des Zukunfts-Zentrum Barsinghausen, stellte sich der Frage, wo im Kanon der naturwissenschaftlichen Forschung die Radiaesthesie eingeordnet werden kann.

Nach bangen, aber spannenden Minuten zwischen Thesenbildung, Struktur- und Erkenntnis­suche, Versuchsdokumentation, Erfahrungssuche, Wahrnehmungsebenen, Wissenschafts­dimensionen und Ausflügen in die transzendente Spiritualität und trotz fehlender Qualitätssicherung von Begabung, Ausübung und Dokumentation in der Radiaesthesie ordnet Herr Prof. Dr. Bechmann unsere „Kunst“ als Protowissenschaft ein, denn sie stellt für ihn eine ernst zu nehmende Erfahrungswissenschaft dar, auch wenn der Radiaesthesie (heute noch) viele Kriterien von Wissenschaftlichkeit im klassischen Sinne fehlen. Sein Fazit: Es lohnt sich, dieses Grenzgebiet weiter zu erforschen, denn ein Epochenwechsel steht bevor und bereits in unserer heutigen Übergangsgesellschaft, in der ein Wertewandel stattfindet, können Aspekte der Radiästhesie und der Geomantie helfen, z.B. Resourcen zu schützen und Ortsqualitäten besser zu nutzen. Wichtig hierfür aber: eine gemeinsame, allen verständliche Sprache, eine nachvollziehbare Dokumentation, das Erbringen von Nachweisen und eine Objektivierung von Erfahrungen. Gelingt uns dies nicht, müssen wir uns damit abfinden, eine „Kunst“ zu betreiben, die Gefühle in einer besonderen Umsetzung zum Ausdruck bringt und können aufhören davon zu träumen, aus der Protowissenschaft in die Ränge der Naturwissenschaften aufzusteigen.
(Anmerkung: aus dem Griechischen: proto = vorab, ursprünglich, erste; para = neben, wider)

So endete der erste Abend doch recht versöhnlich und viele gute Gespräche zu vielen interessanten Themen gingen mit viel guter Laune und entspannt bis in die Nacht …

Am Samstag ging es weiter mit den obligatorischen Kurzberichten aus den Regional- und Fachgruppen, die vorgegebenen 6 Minuten waren meist zu kurz, zumal auch immer wieder heftige Sachdiskussionen entstanden.

Ulrich Gläser hielt im Anschuss seinen oben schon angesprochenen Vortrag mit dem Titel:
„Über die Ursachen von Missverständnissen und Enttäuschungen und darüber, wie leicht sie zu vermeiden sind.“

Nach dem Mittagessen ging es zum Fortbildungsteil: Horst Grünfelder referierte über „Unser Leben in Resonanz mit dem Sonnensystem“.

Er wies anhand von verschiedenen Fotodokumentationen nach, dass eine Anbindung von Menschen an Gestirne, genauer Planeten und hier insbesondere an ihre im Geburtshoroskop bereits erscheinenden, radiästhetisch nachweisbar ist. Eine ebensolche Anbindung ist auch bei besonderen Orten und bei besonderen Situationen nachweisbar, belegte er eindrucksvoll mit Bildmaterial. Im Selbstversuch wurden seine Thesen auch in kleinen Gruppen nachvollzogen. Horst Grünfelder hat der Redaktion seine Daten zur Verfügung gestellt, aus ihnen entsteht ein Artikel, der in der Weihnachtsausgabe der „Radiaesthesie“ zu lesen sein wird.

Aber damit war der Tag noch nicht zu Ende, nach dem Abendessen stand noch „Radiaesthesie und Meditation“ und „Beisammensein mit Musik“ auf dem Programm …

Zuerst zur Meditation: Fast alle Anwesenden hatten die „Erdungsmeditation“ schon bei einer der vorigen Veranstaltungen erlebt, diesmal sollte aber ihre Wirksamkeit auch radiästhetisch getestet werden. Einige Grifflängen zu Lebenskraft, Reaktionsabstand u.a. waren als Auswahl gegeben, um den Ist-Zustand freiwilliger Probanden vor der Meditation zu erfassen, wer wollte, konnte die Boviswerte bestimmen. Diese Werte sollten nach der Meditation erneut festgestellt werden.

Würde es eine Veränderung geben, bei manchen, bei vielen?

loheland2014-monochordGudrun Olessak, Leiterin der Fachgruppe Geistiges Heilen, leitete begleitet mit dem Erdton auf dem Monochord von Donatella Abate, eine geführte Meditation an: Erdung, Anbindung an das spirituelle Lebenslicht und einer kleinen universellen energetischen Reinigung. 20 Minuten meditative Entspannung, für manchen zum ersten Mal. Die neuen Werte bewiesen schlicht die Wirksamkeit von Meditation: Bei allen zeigten sich teils deutliche Verbesserungen der Vitalkräfte. Aber auch die Raumqualität hatte sich verändert, waren vor der Meditation von 9 Testkriterien nur „Harmonie“ mit geringer Intensität im Raum erfassbar, so wurden sie während und nach der Meditation mit höchster Intensität gemutet: Aufladung, Wohlbefinden, Heilung, Eintracht/Seelenkraft, Gebetskraft, Wandlung/Transformation, Anbindung an die Ewigkeit und Harmonie.

Den Abend beschloss Donatella Abate mit ihrer Harfe. Sie spielte einen Reigen von keltischen Liedern aus Europa und erzählte dazu von den Wanderungen dieses alten Stammes und seiner hohen Kultur. Das letzte Stück war eine traditionelle Weise aus Irland, im Hintergrund erschienen nun Bilder der grünen Insel, die bei einer Reise zu unserem Kooperationspartner Irland in spe, Olaf Siegemund entstanden waren … Die Leiter der Fachgruppe Geomantie, Uschi und Jürgen Walter, Gudrun Olessak hatten diese Eindrücke von dort mitgebracht.

Viel zu kurz war nun manchem die „Musik“, aber der Tag war lang gewesen und anstrengend, so ging der Abend dann rasch zu Ende, stand für den Sonntag doch die Visionssuche für den Verein auf dem Programm.

2,5 Stunden waren angesetzt, eine Vision zu benennen, die den Verein in die Zukunft trägt. Wertevorstellungen und Ziele sollten benannt werden und natürlich sollte auch besprochen werden, was für die Umsetzung unserer Ideen und für das Erreichen der Ziele benötigt wird, im Außen wie im Innen.

Unmöglich, so erschien es vielen, sei dies alles in so kurzer Zeit zu erarbeiten – und doch, perfekt moderiert von unseren beiden ersten Vorständen, die sich dabei zu einem wahren „Dreamteam“ zusammenfügten, waren sie plötzlich auf die 4 erschreckend großen, leeren Pinwände gezaubert …

Nun, ein wenig Profihilfe hatte es im Vorfeld gegeben: Prof. Dr. Werner Bornholdt, der seit der Mitgliederversammlung den Vorstand als Beisitzer mit dem Ressort Marketing/Forschung unterstützt, hatte sich mit Eva und einigen Beisitzern getroffen, um dieses Thema vorzubereiten, ihm unser Dank, denn nur durch diese Vorbereitung, dank seiner manchmal unbequemen Fragen, war es möglich, dass Eva und Beate dieses große Thema so effektiv in dieser Runde moderieren konnten.

loheland2014-wegAls wichtigste Ist-Qualitäten kristallisierten sich heraus: Wir, also der RVD e.V., sind ein basisdemokratischer Verein, bewusst ohne Leitfigur; wir sind eine ungebundene, ideelle Vereinigung, konfessionslos, unpolitisch; deren Ziele und Arbeitsweisen in einer Satzung und in einem Verhaltenskodex aufgeschrieben sind. Der RVD e.V. sammelt Fachwissen, lässt vielfältige Talente, Begabungen und Arbeitsweisen zu, Resultate werden dokumentiert und veröffentlicht.

Unsere Ziele sind: Forschung betreiben, Fort- und Ausbildung zu fördern und zu strukturieren, Beratung zu vermitteln, Ethik im Umgang mit Ort und Mensch zu üben, einen offenen Austausch und freie Kommunikation zu pflegen, Öffentlichkeitsarbeit zu intensivieren. Dabei sollen aber auch der Spaß und die Freude in der Gemeinschaft, kurz das gesellige Beisammensein Gleichgesinnter nicht zu kurz kommen. Kontrovers diskutiert wurde so manches – aber es wurde auch viel Wichtiges festgelegt wie: Methodik: Basis unserer Arbeit ist die Grifflängentechnik nach Schneider, sie soll auch der Findung einer gemeinsamen Sprache zwischen Radiaesthesie und Geomantie dienen. Unsere Vereinszeitung wird, zusammen mit unserer Internetseite als wichtiges Instrument der Öffentlichkeitsarbeit gesehen und die „Förderung von Beratung und Ausbildung“ in der Radiaesthesie ist unser Satzungszweck.

Einen großen Schritt in Richtung „Förderung von Beratung“ haben wir bereits gemacht: der Verhaltenskodex ist neu überarbeitet vorgestellt worden und wird in der Weihnachtsausgabe der „Radiaesthesie“ veröffentlicht, eine entsprechende „Empfehlungsseite“ auf unserer Homepage ist in Vorbereitung. Der zweite Schritt „Förderung von Ausbildung“ ist begonnen, eine Arbeitsgruppe ist dabei, einheitliche Standards für Schnupperkurse und die Anfängerschulung zu erarbeiten, die den bekannten Stufen Rad 1 und 2 entsprechen, aber einen Aspekt der „neuen Zeit“ ergänzend hinzunehmen: Ethik und Achtsamkeit. Aber eines wurde bei aller Diskussion überdeutlich: Nichts geht ohne das Engagement der Mitglieder, aller Mitglieder.

„Mitmachen!“ mit diesem hier lautgewordenen Aufruf möchte ich den Bericht über unsere alljährliche Klausurtagung in Loheland beenden. Bitte mach mit, indem Du die angebotenen Veranstaltungen besuchst, Dich in einer Fachgruppe engagierst, und sei es, dass Du nur kurz die Einladungen beantwortest! Dokumentiere Deine Treffen innerhalb des Vereins oder unter­stütze die Arbeit der Redaktion mit Berichten zu Deinen eigenen radiaesthetisch/ geomantischen Forschungen, Erkenntnissen aus Deiner radiaesthetisch/ geomantischen Erfahrungswelt - kurz: Schreibe, dokumentiere, fotografiere!

Bitte denke daran: Dein Verein braucht Dich! Ohne Mitglieder kein Verein, und gemeinnützig sind wir auch noch …

Danke für das Engagement aller, die diese besondere Klausurtagung voller schöner Momente und einem wirklich tragenden Gemeinschaftsgefühl möglich gemacht haben!

Und zum Schluss nochmal: „Mitmachen!“ bei der nächsten Klausurtagung in Loheland!

Diese findet statt vom 24.-26. Juli 2015! Bitte vormerken, denn es wird erwartet, dass bei dieser Tagung künftig alle Mitglieder des erweiterten Vorstandes: 1. & 2. Vorsitzende(r), Schriftführer, Schatzmeister, Beisitzer und alle Fach- und Regionalgruppenleiter, die Kooperationspartner, die Revisoren sowie die Mitarbeiter der Redaktion dabei sind!

Das persönliche Kennenlernen und das direkte Gespräch sind für unser Miteinander einfach elementar wichtig! Ein Teil der Tagungskosten wird übrigens vom Verein als Dank fürs Mitmachen getragen. Maximal 25 Teilnehmer können in Loheland untergebracht werden. Die freien Plätze stehen interessierten Vereinsmitgliedern zur Verfügung. Also möglichst früh bei der Geschäftsstelle anmelden, damit die Teilnahme an der Klausurtagung gesichert ist.