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Fachgruppe Geobiologie

 

 



 

Resümee einer geobiologischen Bauplatzuntersuchung

Wegen Datenschutz wird Ort und Auftraggeber nicht erwähnt. Nach Anfrage per Telefon über Sinn, Vorgehensweise, Termine und Kosten einer Bauplatzbegehung, wurde der Auftrag erteilt. Der Plan ist zwar schon erstellt aber Änderungen in der Zimmeraufteilung sind noch möglich. Die erste Begehung scheitert an aktiven Baggerarbeiten direkt an der Grundstücksgrenze. Zweiter Anlauf, Samstag früh optimale Bedingungen, nur ständig kommen Anwohner vorbei, drei Kurzvorträge – drei Visitenkarten verteilt, weiter geht es. Neue Konzentration auf die Arbeit, die Zeit läuft - die Sonne steigt und nähert sich unbarmherzig dem kritischen Bereich der Einstrahlung von Oben.  

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Erster Blick nach Norden, schöne ruhige Wohngegend.
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Zweiter Blick nach Westen, Mobilfunkantenne!

In 150 Meter Entfernung ein Funkmast, voll bespickt mit Mobilfunkantennen verschiedener Anbieter. Sendeleistung vor Ort 380 Mikro Watt /m² (ab 200 mW Störung der Zellmembran). Bei einer Voranfrage hätte ich vom Kauf dieses Grundstückes abgeraten. Jetzt gilt es zu retten was noch zu retten ist. Ein abgestellter Kleinbagger auf dem Nachbargrundstück ist wegen möglicher Einflüsse auf natürliche Felder auch nicht gerade dienlich. Von optimalen Bedingungen kann also keine Rede mehr sein. Der eigene PKW darf während der Untersuchung natürlich auch nicht in Grundstücksnähe geparkt sein.

bauplatz1Unter Mobilfunkstress mit der Rute zu arbeiten, erfordert besondere Vorkehrungen um den Organismus des Radiaestheten in seiner Reaktionsfähigkeit zu stabilisieren. Fehlmutungen, ein weit unterschätztes Thema, das in mancher Ausbildung nicht gebührend Beachtung findet, sind die Folge.

Diese radiaesthetische Baugrunduntersuchung erfolgt nur innerhalb des ausgepflockten Baufensters.

Gute/ schlechte Plätze im Garten sollten erst am Ende der Bauphase festgelegt werden.

 

1. Schritt: Sinnliche Wahrnehmung auf optische – akustische – räumliche – infrastrukturelle Signale, mit der Frage verbunden: „Würde ich hier wohnen wollen?“

2. Schritt: Technische Messung auf Hochfrequenzbelastung, hier 380 Mikro Watt /m².

3. Schritt: Technische Messung auf Niederfrequenzbelastung - hier keine.

4. Schritt: Vorgeschriebene Grifflängen - Begehungstechnik auf Grundwasserströmungen – in diesem Falle keine Reaktionspunkte, also z.Z. keine bemerkenswerte Grundwasserströmung. Das könnte sich je nach Niederschlagsmengen oder Erdbau-Maßnahmen verändern. Später gemutete Wasseradern müssen also nicht zwingend auf Fehlmutungen bei der Erstbegehung zurückgehen.

5. Schritt: Vorgeschriebene Begehungstechnik auf tektonische Erdverwerfungen, mehrere Reaktionspunkte erfasst, den linearen Verlauf mit Steckpfosten zentimetergenau markiert.

6. Schritt: Die Festlegung der Globalnetzgitter-Doppelzonen nach A. Benker. Dieses System ist instabil, hat in der Regel ein Raster in N/S – O/W von ca. 10 x 10 Meter, wird aber oft von anderen Störzonen verzerrt, wie auch hier. Die Globalnetz- und Diagonalnetzgitter-Kreuzungen werden erst bei der Rohbaubegehung zur exakten Schlafplatzbestimmung festgelegt.

7. Schritt: Alle noch verbleibenden Freiflächen werden nochmal gezielt nach weiteren pathogenen Störfeldern untersucht – in diesem Falle keine.

8. Schritt: Maßbänder werden an allen vier Seiten ausgelegt, auf Millimeterpapier wird mit M = 1:100 der Plan gezeichnet. Alle gemuteten Zonen werden zentimetergenau eingemessen und mit unterschiedlichen Farben auf den Plan übertragen. Eine entsprechende Legende mit detaillierter Beschreibung der festgelegten Systeme wird der Dokumentation beigefügt.

Maßstabsgetreu werden anschließend die Zonen auf den bereits vorliegenden Bauplan übertragen und mit dem Bauherrn wird ausführlich über die daraus empfohlenen Veränderungen gesprochen.

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Vorläufiges Endergebnis:

Das Baufenster insgesamt ist von natürlichen Störfeldern an sich nur „normal“ belastet. Allerdings kreuzen sich am vorgesehenen Schlafplatz im Elternschlafzimmer der N/S Benker mit einer Erdverwerfung. Eine schwer belastende Situation die zwingend mobiliare/bauliche Veränderungen abverlangt. Ob das Zimmer für ein Doppelbett überhaupt geeignet ist kann nur nach einer zweiten Begehung im Rohbauzustand beurteilt werden. Ausweichen - mit Kopfbereich an die Badezimmerwand - ist mit Risiken verbunden, denn technomantische Störungen durch die Installationen im Badbereich sind nicht auszuschließen. Der Kopfbereich nach Süden, ist schon wegen der Himmelsrichtung nicht ideal, zumal der O/W Benker durch Baumaßnahmen auch die Schlafwand tangieren könnte. Das südlich gelegene Eckzimmer würde sich besser anbieten. Die endgültige Entscheidung kann erst nach Begehung im Rohbauzustand erfolgen.

Die Mobilfunkstrahlung sollte mit fachgerechter Abschirmung in der Außenwand und Dach zum Sender hin abgeschwächt werden. Ein Risiko besteht dabei, denn jede Abschirmung kann auch unangenehme Nebeneffekte auf biophysikalischer Ebene erzeugen. Perfekte Lösungen können nicht prognostiziert werden. Nur ein gesundes Wohlbefinden aller Bewohner über Jahre hinweg bringt letzte Gewissheit.

Durch Zufall befinden sich alle Schlafräume auf der dem Mobilfunk abgewandten Seite, da besteht große Zuversicht auf beschwerdefreien Schlaf. Es sei denn, der Bauherr benützt WLAN, DECT–Schnurlostelefon usw. im Haus. Durch die eingebaute Abschirmung könnten deren Funkwellen reflektiert werden, sodaß ein Chaos an stehenden Wellen im Haus die Bewohner belasten.

Dieses Haus wird in Holzständerbauweise errichtet. Um hohe Belastungen durch elektrische Wechselfelder zu vermeiden (Holz ist sehr leitfähig), müssen abgeschirmte Kabel, Verteiler, Dosen und Schalter in der Elektroinstallation verwendet werden. Nach Stromaufschaltung sollte die gesamte Situation nochmal gemessen werden um mögliche Fehlströme zu enttarnen. Besonders ist auf mögliche Oberwellen zu achten, die dem Strom aufmoduliert sein könnten. Dies lässt sich mit der Grifflängentechnik sehr gut detektieren. Alle Schlafräume sollten getrennte Stromkreise haben die einzeln mit Feldfreischaltungen bestückt werden.

Metalle und Kunststoffe in der Möblierung können auch zu Feldveränderungen führen, selbst Autos in der Garage, Waschmaschine im Keller - alles schon mal dagewesen. Selbst die modernen, verzinkten Gartenzäune, Balkongeländer, Gartenmöbel, Trampolins, Mülltonnen, Plastikrutschen usw. können neue Belastungen im Haus bringen. Wegen der hohen Funkbelastung sollte auf Metalle mit Dipoleigenschaften an und im Haus weitgehend verzichtet werden.

Das Haus wird im Bungalow-Stil gebaut. Die Schlafplätze dürften etwa ein Meter über „Mutungshöhe“ liegen, sodass gravierende Höhenversetzungen kaum zu erwarten sind im Gegensatz zu Häusern, deren Schlafzimmer in den oberen Stockwerken liegen. Verwerfungszonen können z.B. auch ganz flach austreten und in der oberen Etage um Meter versetzt ankommen. Auch das Benker System verläuft alles andere als Lotrecht durch die oberen Stockwerke. Das ist einer von einer Reihe von Gründen, warum ich keine Außenbegehungen bei Schlafplatzuntersuchungen durchführe.

Guter Kundenkontakt mit Nachsorgeangebot ist immer ein wichtiger Bestandteil jeder Untersuchung, nicht zuletzt auch im Hinblick auf weiter Empfehlungen.

Exakt detaillierte Vorgehensweise zu einer Bauplatzuntersuchung würde diesen Rahmen sprengen und kann nur in Seminaren vermittelt werden.

Bobingen, Juli 2013