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Ohne Regen wäre die Steiermark nicht so grün

 

Eine Exkursion der bayerischen Regionalgruppe ins Mürz- und Stanzertal

Wie wahr dieser Slogan werden würde, war uns im Vorfeld nicht bewusst. Wir durften dieser Energie zwei Tage so richtig nachspüren, damit wir die Bedeutung auch richtig verstehen lernen, meinte der Wettergott. Um richtig in uns gehen zu können, bot sich unseren Augen außer Regenwolken auf dieser Seehöhe gar nichts. Nachdem wir es endlich verstanden hatten, zeigte der Wettergott sich versöhnt und offenbarte uns am dritten Tage die Steiermark von seiner schönsten Seite. Eine wunderbar grüne Landschaft tat sich vor unseren Augen auf, energiereich und beruhigend. Einfach zum hineinfallen schön!

Drei Jahre lang hatten unsere steirischen Mitglieder, Monika und Erich Baumgartner, uns immer wieder eingeladen, um uns ihre Heimat und die vorkommenden radiaesthetischen Leckerbissen zu zeigen. Es wollten sich einfach nicht genug Mitglieder zusammenfinden, damit sich die weite Fahrt auch lohnt. Und ich glaube nach wie vor, dass die viereinhalb Stunden dafür die Meisten von uns abschreckten.

Steirischer VolksschirmIm Mitgliederrundbrief Nr. 27 gab es eine Besprechung zum Buch „Lichtwasserorte in Mitteleuropa“ von Monika und Erich Baumgartner. Das gab wohl endlich den Ausschlag. Zehn neugierige Mitglieder der bayerischen Regionalgruppe fanden sich und wollten dieser Energie am Ort des ersten Fundes der steirischen „Lichtwasserenergie“ von Monika und Erich nachspüren. Und dass die Entfernung plötzlich überhaupt keine Rolle mehr spielte, zeigte ein Mitglied von uns. Er fand die Strecke so kurzweilig, dass er sie an diesem Wochenende gleich zweimal fuhr. Damit kein Missverständnis aufkommt, Ursache war natürlich der steirische Regen, der die Natur so grün macht. Und nicht nur die Natur, unseren Kollegen hat er auch gleich grün gefärbt vor Ärger. Und das kam so: der Rückweg zum samstäglichen Mittagessen führte über eine Holzbrücke zum Auto. Und unser Kollege hatte seinen Autoschlüssel schon in der Hand. Und es kam, wie es kommen musste: Das Holz war durch den steirischen Regen fürchterlich glitschig, der Pechvogel verlor das Gleichgewicht, der Autoschlüssel flog beim anschließenden Balanceakt durch die Luft und verschwand durch eine Ritze im Gebälk im rauschenden Bach auf nimmer Wiedersehen. Auto versperrt, Ersatzschlüssel in München und dort keiner zu Hause. Was also tun? Viele Möglichkeiten wurden ohne Erfolg geprüft. Schlussendlich lieh ein ganz lieber Kollege aus unserer Gruppe dem Pechvogel sein Auto und dieser machte sich auf den Weg. Und wenn ihr jetzt wissen wollt, wer der Pechvogel war, habt ihr Pech. Wir verraten das auf keinen Fall. Ehrensache!

Zurück zum eigentlichen Thema unserer Reise. Wir wollten ja mit unseren Ruten und Antennen der Sonnenlinie (im Regen!) folgen. Und wieder zeigte sich das größte Problem für Rutengeher: Man braucht dazu zwei Hände. Der Regenschirm lässt sich nicht mehr halten und man ist den Unbilden der Witterung schutzlos ausgesetzt. Dabei fällt mir wieder ein, dass ich schon lange mit den Technikern im Verein reden wollte, ob sich nicht ein an den Rucksack montierter Regenschirm, motorgetrieben und H3-gesteuert, entwickeln lässt. Sicher eine Marktlücke.

Wir fuhren als erstes zum Kurzeggerkreuz, einem Wetterkreuz, um uns mit der Umleitung einer Sonnenlinie zu befassen. Hier machten wir auch das erste mal Bekanntschaft mit der Ortsqualität „Lichtwasser“. Der Begriff Lichtwasser für Orte führt immer wieder zu Mißverständnissen. Geprägt wurde er von Gudrun Dalla Via bei der Untersuchung von Quellwässern an berühmten Wallfahrtsorten. Bei einigen fand sie heraus, dass alle 7 Frequenzen des Regenbogens darin enthalten sind. Darum nannte sie diese Wässer „Lichtwässer“. Baumgartners sprechen aber von „Ortsqualität“. Die Frage ist also: Informiert das Wasser den Ort oder der Ort das Wasser? Baumgartners sind dieser Frage nachgegangen und haben herausgefunden, welche Vorraussetzungen gegeben sein müssen, um die Ortsqualität „Lichtwasser“ (also alle 7 Frequenzen des Regenbogens) zu erhalten.

Lichtwasserpunkt UllrichskircheEs muss eine wasserführende Zone (linksdrehend 3.1 IL) durch eine Verwerfung (rechtsdrehend 8.65 IR, sehr selten!) zu einer rechtsdrehenden wasserführenden Zone umpolarisiert werden (3.1 KR). In einer Entfernung von 10 cm bis 3,5 km von diesem Umpolarisationspunkt (nach Baumgartners) müssen mindestens zwei Planetenlinien diese wasserführende Zone an einer Stelle kreuzen (extrem selten!). Immer sind es Venus und Mond, häufig begleitet von Jupiter, Saturn, Neptun. Nie Erde, Mars und Pluto (nach Baumgartners). Eine seltene geologische Besonderheit der Natur ist also die Vorraussetzung für die Entstehung von Lichtwässern, keine Wallfahrtsorterscheinungen. Nachzulesen ist das im Detail im Buch „Lichtwasserorte in Mitteleuropa“ von Gudrun Dalla Via und Monika und Erich Baumgartner.

Sonnenrad UllrichskircheNeben dem Nachspüren an Plätzen mit der Sonnenlinie, den Blitzeinschlägen am Feuertor, verschiedenen Verwerfungen, dem Hexentanzplatz am Spitzkogel, dem Steinbruch mit Sonnensteinen lag das Hauptaugenmerk natürlich auf Plätzen mit der Ortsqualität „Lichtwasser“. Wir verbrachten den Tag mit Wanderstrecken, teilweise auch mit Fahrzeugunterstützung, um all die wunderbaren Plätze wie Urlkapelle, Strahleitenkreuz, Ullrichskirche, Doppelstein, Steinkreis, Steinspalte, Sonnenquelle und Ochsenhimmelskreuz kennen zu lernen und radiaesthetisch nach der Lichtwasserqualität zu suchen. Es gelang uns sehr gut und der Erfolg lies uns den strömenden Regen etwas vergessen. Auch die weiße, rote und schwarze Göttin mit ihren Qualitäten an manchen Plätzen konnten dem Himmelswasserfall nicht Einhalt gebieten.

Gegen Abend, durchgefroren, patschnass aber glücklich ob der vielen tollen Eindrücke, konnten wir uns auf der Kochhütte erholen. Die Wirtin hatte aufgrund der Witterung - dem Himmel sei Dank - die Hütte beheizt und wir trockneten bei der Aufarbeitung unserer neuen Erfahrungen so langsam vor uns hin. Die steirische Brettljause und so manches „Achterl“ lösten die Spannung und auch die Zungen. Es wurde ein richtig geselliger Vorabend. Viel zu früh wurden wir vom Fahrdienst „Baumgartner“ und ihren drei Autos (Monika, Erich und Sohn) wieder ins Tal gebracht.

Am nächsten Tag zeigte sich die Steiermark im strahlenden Sonnenschein (entlang der Sonnenlinie?), als ob nichts gewesen wäre. Wir machten uns unter Führung von den Baumgartners auf und durften in der Wallfahrtskapelle von Gölk im Freßnitzgraben unser gelerntes Können - jeder für sich alleine - ausprobieren. Nach einem Abschiedsessen traten wir die Heimreise, beladen mit „Lichtkerzen, Lichtwässern und Sonnensteinen", an.

An dieser Stelle möchte ich mich im Namen der bayerischen Teilnehmer besonders herzlich bei Monika und Erich Baumgartner bedanken, die uns zwei unvergessliche Radi-Tage beschert haben. Vergelt’s Gott.